Die Gemeindeleiterin in der Gallus Kapelle in Arbon schluckte leer und staunte nicht schlecht, welchen Wunsch ich unseren Enkelzwillingen Lynn und Amelie auf den Weg gab.Auf dem Programm der Taufe stand: Fürbitte oder Wünsche der Familie. Meine Tochter Sarah hatte...
Paris mit dem Velo!
Götti, fahrsch du mit mir mit em Velo uf Paris?’
Mein Göttibueb Raphael war gerade mal 13 Jahre alt.
Er fuhr leidenschaftlich gerne Rennvelo.
Bei den Junioren bestritt er etliche Rennen in unzähligen Runden durch kleine Dörfer der Schweiz.
Auch bei kleinen mehrtägigen Touren war er gerne mit den Junioren des VC Fischingen unterwegs.
Doch eine Reise nach Paris. Wozu hatte man denn einen Götti, der Ironman gefinisht hatte und der auch auf dem Rennvelo topfit war.
Wir schrieben das Jahr 2005. Im April sollte es losgehen.
Start war an einem Sonntagmorgen in Thundorf im schönen Apfelkanton Thurgau.
Die kleine Schwester von Raphael, Martina und deren Götti würden uns im VW Golf begleiten.
Das war ein grosser Vorteil. Denn so konnten wir uns auf das Radeln konzentrieren und hatten alles Material im Auto.
Raphael hatte sich vorbereitet. Will heissen, auf einer Strassenkarte zog er einen Strich zwischen Thundorf und Paris, der den kürzesten Weg markierte und dessen Verlauf wir folgen wollten.
Es gab noch kein Google Maps, sondern nur Routenplaner online auf dem Desktop. Diese Route gab uns an, dass wir ca. 648 km zurückzulegen hätten, bis wir unter dem Eiffelturm stehen würden.
In fünf Tagen wollten wir das schaffen. Die Strecke war flach, mit kleinen Aufstiegen, aber keinen Pässen oder längeren Steigungen. So rechneten wir mit einem Tagesschnitt von 130 – 150 km, was uns am vorletzten Tag vor die Tore von Paris bringen würde.
Der erste Tag verlief gut. Wir fuhren Thur und Rhein entlang. Kurz vor Basel in Laufenburg genehmigten wir uns einen Wurstkäsesalat, bevor wir die Grenze nach Frankreich passierten.
Dann im Elsass nach rund 135 km hatte unsere Begleitcrew Zimmer in einem stattlichen Gasthof organisiert.
Nach einem feinen elsässischen Nachtessen schliefen wir tief und fest in mittelalterlichen Betten, umgeben von Ritterrüstungen und alten Bildern.
Frühstück – wirklich früh – und weiter ging es Richtung Hauptstadt. Mir fiel auf, dass auf allen Hauptstrassen immer wieder Wegweiser Richtung Paris wiesen. Auch wenn wir noch über 500 km von der Hauptstadt entfernt waren.
Doch bereits am zweiten Tag wankte unser Zeitplan.
Es regnete und nieselte den ganzen Tag. Die Strassen, mit vielen Schlaglöchern versehen, forderten unsere Fahrkünste nicht nur einmal.
Mein Göttibueb war mir in dieser Hinsicht überlegen. Er war quasi mit dem Fahrrad aufgewachsen, lernte in Kursen das Steuern und Bremsen, ja sogar hüpfen konnte er mit dem Rennvelo. Da er aber als Junior nur eine kleine Übersetzung fahren durfte und sollte, versteckte er sich meistens in meinem Windschatten.
In einer kleinen Abfahrt durch ein malerisches Dörfchen passierte es dann. Ich übersah ein Schlagloch. Zweimal knackte es und hinter mir hörte ich nur ein ‘Hoppla’.
An meinem Renner entwich aus beiden Reifen zischend die Luft, während dem Raphael über das ganze Gesicht grinste und nur meinte: ,Häsch da Schlagloch nöd gseh, i bi eifach drüber gumpet!’
Zum Glück war unser Begleitfahrzeug nicht weit und beim Dorfbrunnen konnten wir die beiden Schläuche wechseln.
Doch unser Tagesziel erreichten wir nicht, da wir zusätzlich kalt hatten und durchnässt waren.
Am dritten Tag lachte uns die Sonne bereits zum Frühstück frech ins Gesicht.
Wir wuchteten uns auf die Räder und fuhren durch Hügel und Rebberge so weit das Auge reichte. Es hatte uns in die Champagne verschlagen.
Am Eingang zu einer kleinen Stadt hielten uns bewaffnete Polizisten auf. Wir wurden angewiesen die Stadt zügig zu durchfahren.
Im Ort kamen wir an einer Schule oder Universität vorbei, wo sich Hunderte Jugendlicher versammelt hatten und protestierten.
Rundherum Polizisten mit ernsten Mienen.
Alles sah nicht sehr gastfreundlich aus und wir gaben Gas Richtung Paris.
Am vierten Tag regnete es wieder in Strömen.
Plötzlich schossen die Autos an uns vorbei und hupten. Wir stellten fest, dass wir uns auf eine Autobahn verirrt hatten. Also Vollgas und bei der nächsten Ausfahrt raus.
Vorbei ging es an riesigen Feldern und Atomkraftwerken. Zwei Kühltürme mit Dampfwolken standen in der grünen Wiese nebeneinander.
Wir radelten unentwegt, hielten mittags in einem Buffalo Steakhouse oder McDonalds, um uns schnell aufzuwärmen und zu verpflegen.
Am Abend des vierten Tages stellten wir fest, dass wir massiv hinter unserem Plan waren.
Es fehlten noch über 200 km bis Paris.
Bereits liefen die Telefondrähte heiss und man riet uns, doch ins Auto zu steigen und so nach Paris zu fahren.
Doch Götti und Göttibuäb hatten andere Pläne. Wir hatten abgemacht, dass wir erst unter dem Eiffelturm absteigen würden.
Dann sahen wir diese riesige Stadt. Da in der Ferne war irgendwo der Eiffelturm.
Noch rund 60 km schnurgerade Strasse durch all die Vororte, durch Parks und Wälder. Dann über mehrspurige Strassen. Es war schon dunkel als wir unsere Räder direkt unter den Eiffelturm lenkten.
Ein Polizist mit Maschinenpistole stellte sich vor uns hin und meinte unmissverständlich, dass es ‘inderdit’ sei, hier ‘Bicyclette’ zu fahren und wir sollten nun ‘descendre’.
Vom Eiffelturm blinkten die Lichter und aus dem Aufgang der Metrostation kam die ganze Familie von Raphael auf uns zu.
Wir hatten es geschafft! Über 240 km am letzten Tag. Aber unser Geheimplan ging auf. Wir fuhren bis unter den Eiffelturm und stiegen erst ab, als wir mussten!
Ab heute abend 18:00 sind wir wieder im Rias für Sie da!
Wir freuen uns auf Sie!
Alle Reservationen online.
und auch:
Home Delivery und Take Away
Vorläufig werden wir weiterhin Montag – Freitag Take Away und Home Delivery anbieten. Bestellen Sie online oder per Telefon.
Events
Klotener Street Food Tavolata Freitag und Samstag, 10. / 11. September kochen wir auf dem Stadtplatz.
Wild & Wein Battle
Rossi vs. Markus / Bindella vs. Zweifel
Preis pro Gast sfr. 145.00
Neuauflage am Mittwoch, 20. Oktober. Nach dem grossen Erfolg mit der ersten Ausgabe laden wir nun erneut zum Zweikampf ein. Es ist ein Battle leidenschaftlicher Weinsensoriker und Geniesser.
Markus Betschart und Rossi Serratore kreuzen die Weinflaschen.
Ich serviere sechs Gänge zu den 12 Weinen.
Sie erküren den Gewinner des Abends.
Reservationen nur telefonisch unter 044 814 26 52.
Gourmet Metzgete
Metzgete à discretion, Preis pro Gast sFr. 74.00
Von Mittwoch, 27. bis Samstag, 30. Oktober
und von
Montag, 1. – Samstag, 6. November
findet die Gourmet Metzgete statt.
Reservationen nur telefonisch unter 044 814 26 52.
Trüffel Abend
Preis pro Gast sFr. 180.00
Am Dienstag, 23. und Mittwoch 24. November werde ich zusammen mit Rossi Serratore ein Trüffelmenu kredenzen, das sich sehen lassen kann.
Sechs Gänge und acht Weine werden Sie in Verzückung bringen.
Reservationen nur telefonisch unter 044 814 26 52.
Ihr Event
Ihr Familien-, Team-, oder Firmenevent im Rias:
Wir dürfen wieder Feste feiern.
Reservieren Sie jetzt die Tische für Ihren Anlass.
Die speziellen Tropfenbilder meines Freundes Peter Müller können weiterhin im Rias bestaunt und gekauft werden.
Hier geht es direkt zur Homepage von Peter Müller.
Peter Müller Gallery
Mit Ausdauer!
Ihr
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