Die Gemeindeleiterin in der Gallus Kapelle in Arbon schluckte leer und staunte nicht schlecht, welchen Wunsch ich unseren Enkelzwillingen Lynn und Amelie auf den Weg gab.Auf dem Programm der Taufe stand: Fürbitte oder Wünsche der Familie. Meine Tochter Sarah hatte...
Zürich & Broccoli & Riesencrevette ketogen
Zürich & Broccoli & Riesencrevette ketogen
Als ich Samstagnachmittag einen Spaziergang von zuhause zum Sihlcity machte, ging mir
plötzlich durch den Kopf, was ich hier in Zürich schon alles erleben durfte.
Seit bald fünf Jahren wohne ich sozusagen mitten in dieser kleinen, grossen Stadt. Und es
macht unglaublich Spass. Nicht immer, aber immer öfter.
Es gibt Tage – vor allem, wenn ich nachts oder frühmorgens nachause oder zur Arbeit fahre
– an denen ich mich unendlich nerve über die arroganten Zürcher – nein überhaupt nicht die
Autofahrer – sondern die Velofahrer. Vor allem nachts donnern die Wahnsinnigen ohne Helm
und mit fehlender Beleuchtung durch die Strassen, über Rotlichter und Gehwege. Ich habe
immer gesagt, wenn ich auf meinem Velo einmal einen Unfall baue, dann mit einem
Velofahrer. Und prompt schoss mich vor drei Jahren so ein unbeleuchteter hirn- und
helmloser Zeitgenosse in voller Fahrt ab.
Ich war absolut schuldlos, hatte jedoch den Schaden und den Ärger.
Vor 35 Jahren arbeitete ich zum ersten Mal in Zürich, an der Bahnhofstrasse im Hotel Carlton
Elite. Der Küchenchef war – wie es sich zu dieser Zeit gehörte – ein Tyrann. Die Küche befand
sich im Untergeschoss, ohne Tageslicht und mit sehr wenig Frischluft. Man kam über die
Bahnhofstrasse in den Münzhof über eine steile Treppe zu diesem nicht sehr freundlichen
Arbeitsplatz. Wir arbeiteten über Mittag und abends – auch das war so üblich! So kam es oft
vor, dass ich nach der Schicht die steile Treppe nach oben stieg und verwundert feststellte,
dass da die Sonne schien. Manchmal schneite es auch, doch das mochte niemand. Dann war
die Bahnhofstrasse einfach grau in grau.
Nur um die Weihnachtszeit, da war es richtig schön. Die vielen Lichter gefielen mir. Alle
Geschäfte waren beleuchtet, überall wurde gesungen und der Samichlaus spazierte durch die
Strassen. Ich flanierte nach Feierabend durch dieses Lichtermeer, mitten in der Nacht, über
den Rennweg zur Gemüsebrücke ins Niederdorf.
Dort kannte ich an der Oberdorfstrasse ein Lokal, wo immer sensationelle, amerikanische
Jazzer auftraten. Es gab eine Stange Bier für zwei Franken und echt gute Musik gratis dazu.
Irgendwann wankte ich dann nachhause. Ich wünschte mir damals einfach nur, einmal in der
Nacht aufzuwachen und noch nicht aufstehen zu müssen, um schon wieder zur Arbeit zu
fahren. Zürich hatte mir seinen Rhythmus aufgezwungen.
Nach drei Monaten endete das Engagement in Zürich. Ich musste wieder einmal in den
Dienst für das Vaterland – Fourier abverdienen. Ursprünglich wollte ich nach dem
Militärdienst zurück ins Carlton. Doch ich überlegte es mir anders. Ich wollte wieder mit
Schnee bedeckte Bäume sehen. Weisse Wiesen im Winter, die zum Ski fahren einladen und
Menschen, die sich grüssen.
Heute erwische ich mich oft dabei, dass ich auf meinem Spaziergang durch diese geniale
Stadt, wildfremde Menschen grüsse und mich köstlich amüsiere, wenn sie mich verdutzt
anschauen. Inzwischen lebe ich richtig gerne hier. Freue mich an dem unglaublichen
Angebot, das diese City bietet, immer im Bewusstsein, dass nichts selbstverständlich ist.
Ich habe mich mit den arroganten Zürchern versöhnt. Wie es denen geht, weiss ich nicht.
Ich hoffe gut!
Nachfolgend das Rezept für eine ketogene Broccolisuppe mit Riesencrevetten. Die Crevetten
liegen versöhnlich in der sämigen Suppe!
Riesencrevetten ketogen
1 Portion
Ketogenes Rezept – Paleo – laktosefrei – glutenfrei
Zutaten
- 5 Stk Bio Riesencrevetten Eden 6/9
- 300 g Broccoli
- 100 g Kokosmilch
- 40 g Cashewkerne
- 10 g Kokosöl
- 30 g geklärte Butter
Vorbereitung
Riesencrevetten im fliessenden kalten Wasser auftauen, schälen und Darm entfernen
Broccoli zerteilen, in kleine Rosen und Stengel. Den Stengel schälen und würfeln.
Zubereitung
Kokosöl erhitzen und gut abgetupfte Riesencrevetten beidseitig anbraten.
Im Ofen bei 70° C warmhalten.
Broccoli in derselben Pfanne mit Kokosfett gut dünsten, bis ein schöne braune Farbe
entstanden ist.
Dann mit Kokosmilch und Wasser auffüllen.
Mit Hilfe eines Stabmixers durchmixen. In Suppenteller geben und Crevetten dazu garnieren.
Cashewkerne hacken und darüber streuen.
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